Training ja - Wettkampf nein: Unser Bundesliga-Team wird aufgrund der derzeitigen Pandmie-Lage in Thüringen und Sachsen diese Woche keine Spiele bestreiten. Aufgrund der steigenden 7-Tages-Inzidenzen in der Stadt Leipzig und dem Landkreis Gotha werden wir an diesem Wochenende nicht zum Doppelspieltag reisen.

"Die Gesundheit der Spieler und des Trainerstabs ist aktuell wichtiger als quer durch die Bundesrepublik zu fahren und uns jenseits aller gesellschaftlichen Herausforderungen auf dem Volleyballfeld zu messen", äußert sich Bliesens sportlicher Leiter Gerd Rauch. Man wolle damit auch der "gesellschaftlichen Verantwortung und unserer Vorbildfunktion gerecht werden", so Rauch.

Die Kritik aus Gotha, die den Verantwortlichen aus Bliesen ein "fragwürdiges" Verhalten nachsagen, hat man zur Kenntnis genommen. Gerade im dortigen Landkreis hatte sich die Lage besonders verschärft und ist trotz des Lockdowns auf einen Wert von 341 angestiegen. "Wir respektieren den Wunsch des VC Gotha und anderer Teams, den Ligabetrieb fortsetzen zu wollen und sich sportlich mit den anderen Teams zu messen", erklärt Rauch. Das ist nicht minder auch das, was wir uns wünschen. Doch man kann die kritische Lage nicht einfach ausblenden. Zur Wahrheit gehört es, dass auch die Einhaltung der gut vorbereiteten Hygienekonzepte und die stetigen Testungen einige Ausbrüche bei mehreren Zweitligisten nicht verhindern konnte.

Zur Erläuterung: Bei besonders hoher Pandemie-Lage und 7-Tages-Werten von 200 Neuninfektionen auf 100.000 Einwohnern (oder höher) können Zweitliga-Spiele verlegt werden. Eine Regel, die die Volleyball Bundesliga im Dezember eingeführt hat und den Vereinen als Option einräumt. Durch die Einstufung als Profi-Liga ist der Spielbetrieb aktuell grundsätzlich möglich und nicht von den bundesweiten Einschränkungen betroffen. Teilweise gibt es derzeit aber auch Zweitliga-Vereine in Deutschland, die aufgrund von behördlichen Beschränkungen oder Hallensperrungen nicht am Spielbetrieb teilnehmen können.

Foto: Josef Bonenberger