Bliesen. Spannender geht es nicht: Am kommenden Samstag könnten die Bliesener Volleyballer mit einem Heimsieg gegen die TG Rüsselsheim vorzeitig und erstmalig den Titel in der 3. Liga Süd gewinnen – und sich sportlich für den Aufstieg in die 2. Bundesliga qualifizieren. Noch sind drei Spiele zu absolvieren und der einzige saarländische Club der Liga steht immer noch an der Tabellenspitze. Eine Meisterschaft wäre für das kleine Dorf aus dem St. Wendeler Land ein durchaus historischer Erfolg. Für Spielertrainer Philipp Sigmund hätte ein möglicher Sieg gegen Rüsselsheim darüber hinaus noch einen weiteren Reiz: „Es wäre super cool, wenn wir vor unseren Fans die Meisterschaft klar machen könnten“, so der 26-jährige. Doch der Gegner kämpft um den Ligaverbleib und es könnte ein emotionsgeladener Samstagabend werden.

Was für ein verrücktes Spiel! Unsere Jungs retten sich nach aussichtslosem Rückstand gegen Blankenloch in den Tie-Break und verlieren mehr als knapp in der „Overtime“. Nach einem extrem spannenden ersten Satz (24:26) riss danach erst einmal der Faden – und unser Team lag im Spitzenspiel nach zwei Sätzen mit 0:2 hinten.

Während dann im dritten Satz mit einem Zwischenspurt der Anschluss zum 1:2 gelang, bog Blankenloch im vierten Satz wiederum auf die sichere Siegerstraße ein. Doch der TVB steckte nicht auf, egalisierte einen hohen Rückstand und sah sich nach einem hart erkämpften 25:23 im Tie-Break. Und dort setzte sich der kuriose Spielverlauf fort!

Bliesen. Nach der starken Siegesserie in der 3. Liga Süd öffnen sich neue Türen: Volleyball-Drittligist TV Bliesen sondiert im Rahmen des Vorlizenzierungsverfahren der Volleyball-Bundesliga (VBL) nun auch offiziell seine Optionen für einen möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd. Der Club aus dem St. Wendeler Land hat zum 31. Januar formal seine Teilnahme am Verfahren erklärt. „Diese Vorlizenzierung ist - unabhängig von der sportlichen Qualifikation - Voraussetzung für die Beantragung einer Lizenz für die 2. Bundesliga“, so Bliesens Teammanager Matthias Pons. Denn bisher ist auch offen, ob der TVB den nötigen finanziellen Mehraufwand stemmen könnte.